Die Mobile Fotoschule

DRI / HDR

Dynamikwertzunahme = Dynamic Range Increase, oder anders ausgedrückt: Kontrastumfang bzw. Dynamikumfang bei Digitalcameras verbessern

Vorgehensweise beim Fotografieren
Digicam (DSLR) auf´s Stativ und auf keinen Fall verdrehen oder kippen
- falls vorhanden, im RAW- Modus fotografieren
- 3 Fotos von dem identischen Motiv (also auch nicht am Zoom spielen) mit jeweils unterschiedlicher Verschlußzeit machen
- Die Blende darf dabei nicht verändert werden, sonst ergeben sich später Unschärfen aufgrund der Tiefenschärfe
- Möglichst den Bereich von "zu dunkel" bis "zu hell" abdecken
- Diese 3 Fotos (mindestens brauchst Du übrigens zwei Fotos) bilden dann Deine Grundlage für die Weiterverarbeitung im Fotoprogramm
 
Verarbeitung am PC
Du brauchst ein Bildverarbeitungsprogramm, das die Ebenentechnologie beherrscht und Dir die Möglichkeit bietet, zu bestimmen, welche Tonwerte Du durch die deckungsgleichen Fotos Deiner Belichtungsreihe austauschen willst. Das können prinzipiell alle "großen Bildverarbeitungsprogramme" wie Photoshop, PhotoImpact oder PaintShop.

Du nimmst den richtig belichteten Himmel von dem einen Bild und fügst ihn über die richtig belichtete Landschaft des anderen Bildes. Je mehr Bilder bei Deiner Belichtungsreihe entstanden sind, umso differenzierter kannst Du die Helligkeitswerte korrigieren.
Ebenso gehst Du bei Nachtaufnahmen vor. Die korrekt belichteten hellen Lichter nimmst Du von dem einen Bild, um sie mit den korrekt belichteten dunklen Stellen des anderen Fotos zusammenzufügen.

Vor- und Nachteile des Handlings
Der Vorteil ist oben beschrieben, Du bekommst auch unter extremen Lichtverhältnissen perfekt belichtete Fotografien.
Der Nachteil sind die Belichtungsreihen per Stativ und die Einschränkung auf starre, sich nicht bewegende Motive. Hinzu kommt eine umfangreiche Nachbearbeitung pro Foto.

R@lfonso-Tipp 1:
- Das Bildprogramm Photoimpact bietet ab Version 11 den genialen Bearbeitungs-Punkt:
  "Dynamischen Bereich eines Bilds mit Kamera-Tonwertkorrektur verbessern" und arbeitet mit den im Bild verborgenen aber vorhandenen Belichtungsdaten. Die Ergebnisse sind abhängig von der Qualität Deiner Kamera, aber echt verblüffend gut. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Du brauchst nur ein Foto und kannst prinzipiell jedes Foto im Nachhinein verbessern, es geht schnell und ist unkompliziert (kein Stativ für Belichtungsreihen und auch bewegliche Motive sind inbegriffen) Allerdings kommt diese Version qualitativ nicht an Belichtungsreihen und echtem DRI heran

 
R@lfonso-Tipp 2:
Drei LDR- Fotos aus einer RAW- Datei generieren:
die drei Fotos erlangst Du, indem Du aus der RAW- Datei eine im EV- Wert reduzierte Version, eine ausgewogen durchschnittliche Version und eine erhöhte Version (also eine helle Variante) erstellst und jeweils als einzelnes Bild im JPG- oder TIF- Format speicherst. Der Hauptvorteil dieser HDRI- Vorlagen- Beschaffung ist die Tatsache, daß Du jedes RAW- Foto nehmen kannst, also auch von bewegten Motiven.

Gute HDR- Tools findest Du hier:
  Traumflieger-DRI-Tool V2.0
  Qtpfsgui

Du lädst die drei LDR- Fotos in das Programm und lässt es ordentlich rechnen. Es entsteht ein Bild mit erweitertem Kontrastumfang, das nun alle hellen und dunklen Details beinhaltet. Das anschliessende "Herunter-Rechnen" des HDR- Bildes in ein darstellbares LDR- Bild mit ausgewogenen Lichtverteilungen nennt man Tone- Mapping.

 

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